Rhetorikwettbewerb 2010
Rhetorikwettbewerb: Niklas Müller erkämpft 2. Platz beim Finale
Im Pressehaus der Braunschweiger Zeitung stellten sie sich dem Urteil einer hochqualifizierten Jury. Eindrucksvoll und sicher in ihrer Vortragskunst, geschliffen im Satzbau, originell in der Wahl von Metaphern und Vergleichen, überzeugend in der Argumentation, gehörten beide zu den Favoriten. Drei Teilnehmer/innen, darunter Niklas Müller, der am Ende den 2. Platz belegte, wurden mit einem Preis ausgezeichnet, alle aber erhielten, da jeder auf seine Art überzeugte, die Möglichkeit der Teilnahme an einer von der Braunschweigischen Landessparkasse angebotenen fachmännischen Rhetorikschulung. Da Niklas Müller auch vor einem Jahr den zweiten Platz im Finale des Rhetorik-Wettbewerbs belegte, was wohl nur ganz selten - wenn überhaupt - einem Schüler gelang, bewies sich damit erneut sein ganz außergewöhnliches rhetorisches Geschick. (Bild aus dem Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 19.6.2010) |
Braunschweiger Zeitung - Samstag, 19.6.2010 Von Aufständen und freien TagenElf wortgewandte Oberstufenschüler traten im Pressehaus im Finale des Rhetorik-Wettbewerbs an Von Henning Thobaben Die Jury zog sich zurück. Und diskutierte. Nicht in allen Punkten war man sich einig. In einem jedoch schon: Friedrich Götz ist der verdiente Sieger im Finale des Rhetorik-Wettbewerbs für Schüler. Seit Jahren veranstaltet unsere Zeitung den Wettbewerb in Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse, der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg und der Sparkassenstiftung für den Kreis Peine. Nach den drei Vorentscheidungen in den Gebieten Braunschweig/Wolfenbüttel, Gifhorn/Wolfsburg und Peine präsentierten sich gestern elf Finalisten. "Das Niveau ist in diesem Jahr weiter gestiegen", lobte Lutz Tantow, Sprecher der Braunschweigischen Landessparkasse. Tantow war auch an der Themenentwicklung beteiligt. Als Projektbetreuerin und Moderatorin Stefanie Bühnemann ihm den Veranstaltungstermin 17.Juni vorschlug, dachte er an den Aufstand in der Ex-DDR im Jahr 1953. Redethema: 17.Juni - hat sich dieser Jahrestag erledigt oder sollte er sogar ein gesetzlicher Feiertag werden? Die Alternative bot sich insbesondere angesichts des heutigen Deutschland-Spiels bei der Fußball-Weltmeisterschaft an: Der Ball rollt, die Arbeit ruht - sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern an wichtigen WM-Spieltagen freigeben? Letztere Frage beantwortete Friedrich Götz, indem er auf humorvolle Art Szenarien entwarf, wie sich ein freier Tag auswirken würde. Sein Fazit: Egal, ob frei oder nicht - der Atmosphäre tut es keinen Abbruch. Der 17-Jährige vom Gymnasium im Schloss in Wolfenbüttel überzeugte durch seine freie Rede. "Bei mir ist das immer ein langer Entwicklungsprozess", sagte er. Die Rede habe seit zwei Wochen gestanden. Einstudiert hat er sie aber erst seit Montag. "Und auch nur in den Halbzeitpausen der WM-Spiele", betonte der Wolfsburg-Fan. Niklas Müller vom Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde wurde mit demselben Thema Zweiter. Er plädierte für einen freien Tag. Die Gefühlslage bei Fan-Festen schweiße die Menschen zusammen. Für den 17-Jährigen war es nicht die erste Rhetorik-Erfahrung. "Sonst hatte ich aber immer sachliche Themen gewählt. Nun habe ich mehr Gefühl reingelegt", sagte er. Beim Platz drei diskutierte die Jury um Jenny Jakisch, Karin Tantow-Jung (beide Technische Universität Braunschweig), Reinhold Neubauer (Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg), Dirk Mazzega (Landesschulbehörde Braunschweig) und Redakteur Andreas Berger lange. Die Wahl fiel schließlich auf Merle Böttcher vom Gymnasium Hankensbüttel. Sie gehörte zu den acht Teilnehmern, die über den 17. Juni referierten. Sebastian Krapp vom Wilhelm Gymnasium in Braunschweig verpasste den Sprung ins Spitzenfeld knapp. Er hielt einen satirischen Vortrag über die Vergötterung des Fußballs. Sein humorvoller Schluss: "Im Namen des Jogi, des Lahm und des goldenen Pokals - Abpfiff!" |

